Methoden zur Effizienzsteigerung von Teams

1) Vision
2) Neurofeedback-Training
3) Mobiltelefon am Arbeitsplatz abschalten
4) Emails nur zu bestimmten Zeiten anschauen/bearbeiten
5) Gehirnwellenmusik (Hemi-Sync oder brain.fm)
6) Home-Office
7) Das Team schulen
8) Gegenseitige Wertschätzung fördern
9) Vorschlagswesen für Verbesserungen einführen und ernst nehmen

1) Vision


Ein Software-Entwicklungsteam braucht eine Vision. Als Vision verstehe ich einen Plan, der aufzeigt, in welche Richtung sich die Software entwickeln soll. Welche Features werden gebraucht, wird architektonisch etwas erweitert oder umgebaut, wie wird das Projekt/Produkt in einem oder in drei Jahren aussehen? Sei es ein Projekt oder ein Produkt, ein Team ohne Vision wird früher oder später eine andere Aufgabe suchen. Ich habe es mehr als einmal erlebt, wenn ein Team ohne Vision an etwas arbeitet oder eine scheinbare Vision sich als falsch herausstellt, dann verlässt fast das ganze Team das Projekt. Deshalb ist eine Projekt-, bzw. Produktvision essentiell wichtig. Auch wenn die Vision die Effizienz der einzelnen Projektmitarbeiter nicht steigert, so ist die Chance, dass die Mitarbeiter mit einer Vision dem Projekt treu bleiben wesentlich höher. Der Wechsel des Projektteams wegen fehlender Vision bedeutet einen erheblichen Mehraufwand für das Projekt und den Verlust von wertvollem Know-How.

2) Neurofeedback-Training

Mit Neurofeedback wird mit Sensoren die Gehirnleistung gemessen und beurteilt. Es wird grundsätzlich zwischen den Bereichen Fokus und Stress unterschieden. Anhand von Tests wird ermittelt, in welchen Bereichen sich der Getestete verbessern kann. Mit Übungen am Computer/Mobiltelefon/Tablet wird dann gezielt der Bereich trainiert, der am schwächsten ist.
78% der Fortune 500 Firmen setzen bereits Neurofeedback für ihren Vorteil ein. Viele Sportler setzten Neurofeedback mit Erfolg ein. Stress lässt unsere Leistung sinken, lässt uns schlechte Entscheidungen fällen und macht uns krank. Stress kommt in jedem Projekt vor. Deshalb ist es von Vorteil, wenn die Projektmitarbeiter lernen, mit Stress umzugehen und konzentriert zu arbeiten.


3) Mobiltelefon am Arbeitsplatz abschalten

Mobiltelefone sind kaum mehr wegzudenken. Die Suchtgefahr ist jedoch erheblich. Schaut man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln um, sind die meisten mit ihren Mobiltelefonen beschäftigt. Im Durchschnitt wird das Mobiltelefon 88 Mal täglich eingeschaltet. Auch am Arbeitsplatz bleibt das Mobiltelefon nicht ungenutzt und sorgt für einen grossen Ablenkungsfaktor. Durch Soziale Medien ist der Druck hoch, ständig erreichbar zu sein und sofort antworten zu können, wenn eine Nachricht eintrifft. Ich habe Mitarbeiter erlebt, die am Tag hunderte Nachrichten erhalten und beantworten. Solche Mitarbeiter können kaum mehr produktiv sein. Deshalb sollte eine Kultur gefördert werden, in dem die Mobiltelefone nur in den Pausen und ausserhalb der Arbeitszeit genutzt werden.

4) Emails nur zu bestimmten Zeiten anschauen/bearbeiten

Der Druck, immer erreichbar zu sein, ist auch bei Emails vorhanden. Der Arbeitsfluss wird aber immer wieder unterbrochen, wenn Emails eintreffen. Es ist aber ein gut gehütetes Geheimnis, dass sich Email-Programme auch abschalten lassen. Ist das Email-Programm abgeschaltet, wird der Benutzer nicht über jedes einkommende Email informiert und kann Emails gezielt dann lesen und beantworten, wenn er/sie sich Zeit dafür reserviert.

5) Gehirnwellenmusik (Hemi-Sync oder auch brain.fm)

Mit Gehirnwellenmusik kann das Gehirn in einen gewünschten Zustand gebracht werden. Es kann dazu genutzt werden, die Konzentration, Superlearning, Tiefenentspannung, Meditation, Transzendenz und erholsamen Schlaf zu fördern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit Gehirnwellenmusik konzentrierter und produktiver arbeite. Von einem Projektteam genutzt, könnte die Leistung des ganzen Teams gesteigert werden.

6) Home-Office

Je nach Arbeitsplatzsituation kann die Ablenkung durch Arbeitskollegen, Telefonate, Sitzungen in einem Projektalltag erheblich sein. Ein Tag Home-Office kann den Raum schaffen, die schon lange fällige Aufgabe endlich abzuschliessen, oder einfach Mal ein paar Stunden konzentriert arbeiten zu können. Natürlich ist das nicht für jeden Mitarbeiter gleich gut geeignet, aber es kann ein Effizienzgewinn darstellen, wenn es dort eingesetzt wird, wo es sich am besten eignet.

7) Das Team schulen

Ein Team sollte gut sein in dem Bereich, in dem es arbeitet. Das gilt sowohl in fachlicher als auch in technischer Hinsicht. Da sich die Technik ständig weiterentwickelt und auch Arbeitsmethoden und Software-Bibliotheken Erneuerungen erfahren, müssen sich Mitarbeiter ständig weiterbilden. Es liegt wohl auf der Hand, dass ein Team, das weiss, was es macht und weiss, wie es zu machen ist, effizienter ist, als ein Team, dass ahnungslos vor sich hinarbeitet. Wird die Weiterbildung nicht vom Arbeitgeber gefördert, gibt es Mitarbeitende, die Jahre ohne Weiterbildung an einem Projekt oder Produkt arbeiten. Das ist weder für das Projekt noch für den Mitarbeitenden gut. Deshalb sollte die Mitarbeiterschulung für ein gutes Team geplant und gefördert werden.

8) Gegenseitige Wertschätzung fördern

Wir sind alle nur Menschen. Als solche brauchen wir Zuspruch und Lob, damit es uns gut geht und wir gerne arbeiten. Sind wir nur Kritik und Nörgeleien ausgesetzt, sinkt die Motivation und Leistung. Das gilt nicht nur zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, sondern auch unter Mitarbeitern. Deshalb sollte eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung geschaffen und gefördert werden. Ein Team das sich geschätzt fühlt, arbeitet besser und schneller.

9) Vorschlagswesen für Verbesserungen einführen und ernst nehmen

Software-Entwickler sind faul, sie führen nicht gerne sich wiederholende Tätigkeiten aus und schreiben Tools und Software dafür. Software-Entwickler haben die Augen offen für das Umfeld, in dem sie arbeiten und sehen, wo etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte. Aus diesem Grund sollten Verbesserungsvorschläge ernst genommen, gefördert und wo sinnvoll umgesetzt werden.
Ich habe Software-Entwickler resignieren und kündigen sehen, deren Verbesserungsvorschläge einfach ignoriert werden. Software-Entwickler, die etwas verbessern können und die ernst genommen werden, sind glücklicher und arbeiten gerne und effizient.

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